Dienstag, 17. Oktober 2017

Warum wir immer wieder schwierige Menschen anziehen?!



Warum stoßen wir immer wieder auf schwierige Menschen? Wie bekommen wir jemanden dazu, seine schlechten Seiten abzulegen?

Bestseller-Autor & Coach Asim Aliloski stellt fest, dass wir erst dann etwas ändern können, wenn wir beginnen, das Verhalten schwieriger Menschen lieben zu lernen. Aber wie können wir etwas lieben, was uns so sehr auf die Palme bringt?



Viele Menschen lassen sich nur sehr mühsam oder gar nicht ändern. Grund ist oftmals der Widerstand, den wir auf sie ausüben. Die Regel: Je mehr wir mit Widerstand, Ärger und Druck auf eine Person zugehen, desto weniger ist sie bereit, ihre schlechten Seiten abzulegen. Aber warum ist das so?

Weil jede Veränderung ihren Raum braucht. Wenn Sie neue Möbel einkaufen, dann brauchen Sie zunächst Platz dafür. Ein neues Verhalten ist nicht anders. Druck und Widerstand schaffen aber keinen Platz, sie machen ihn sogar kleiner. Sie engen den Menschen nämlich ein, Raum für Veränderung ist kaum noch da. Dieser muss noch dazu Gegendruck machen, um in der Enge überhaupt noch Luft zu bekommen.

Lassen Sie daher von Widerstand los! Wie können Sie aber von Druck und Ärger loslassen, wenn Sie der Mensch zur Weißglut treibt? Und warum ziehen Sie immer wieder die gleichen schwierigen Menschen an?

Die kommenden Fragen können Ihnen helfen, die schlechten Seiten des anderen lieben zu lernen. Verbannen Sie so wiederkehrende Muster anderer Menschen für immer aus Ihrem Leben!

Stellen Sie sich die Frage: „Will ich etwas vom anderen, was ich mir selbst vielleicht zu wenig gebe?“

Haben Sie einen Partner, der sich zu wenig um Sie kümmert? Wahrscheinlich kümmern Sie sich selbst zu wenig um sich?!

Beginnen Sie jetzt, mehr auf sich zu schauen. Lernen Sie, sich Ihre Bedürfnisse ohne den anderen zu erfüllen. Umsorgen Sie sich selbst! Sprich: Geben Sie sich das selbst, was Sie sich eigentlich vom anderen wünschen! Egal ob es Liebe, Zeit oder Aufmerksamkeit ist.

Sie ziehen unbewusst deswegen einen Menschen in Ihr Leben, der Ihre Erwartungen nicht erfüllt, weil Sie lernen sollen, sich selbst liebevoll zu umsorgen. Wenn Sie das verstehen, fällt es Ihnen dann leichter, das Verhalten des anderen ein wenig mehr lieben zu lernen. Schließlich hilft er Ihnen, unabhängiger zu werden.

Es kann aber auch etwas anderes sein: „Zeigt der andere ein Verhalten, von dem ich mir ein wenig abschneiden sollte?“

Haben Sie beispielsweise einen Vorgesetzten, der gerne über Sie drüberfährt? Sie dagegen sind ein Mauerblümchen, das sich alles gefallen lässt? Diese Rolle belastet Sie und Sie wünschen es zu ändern? Dann ist es wahrscheinlich kein Zufall, dass Sie einen „plumpen“ Chef vor sich haben. Es ist jetzt eine gute Gelegenheit für Sie, die eigene Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling zu erleben.

Dieser Vorgesetzte könnte Ihnen beibringen, wie man sich im Leben behaupten kann. Schließlich fehlt Ihnen das als Mauerblümchen. Bei ihm können Sie lernen, auch einmal Ihren eigenen Kopf durchzusetzen und zu sich selbst zu stehen! Dann können Sie sein Verhalten leichter lieben lernen, weil Sie plötzlich verstehen, dass dieser Mensch Sie dazu zwingt, aus Ihrem Mauerblümchen herauszuwachsen.

Manchmal holt uns aber auch der Schatten ein

Doch eines haben wir vergessen – auch der Schatten treibt manchmal seinen Unfug: Nehmen wir den typischen Banker her, der beim Vorbeigehen an den wilden Punks den Kopf schüttelt. Dem würde wahrscheinlich mehr Wildheit im Leben auch nicht schaden, womöglich sehnt er sich sogar danach. Aber statt sich das einzugestehen und auch einmal die Sau rauszulassen, zwingt ihn sein Schatten ins Unverständnis und Ablehnung für „abnormale“ Lebensstile. Richten Sie daher den Scheinwerfer auf den Schatten in Ihnen.


Sehen Sie das nächste Mal das Verhalten eines Punks oder anderen Menschen mit einem Lächeln. Denn hinter ihrem Benehmen könnte sich ein Mensch entpuppen, der neue Facetten an Ihnen herauskitzelt. Dann werden Sie merken, dass die schlechten Seiten anderer gar nicht so übel sind.

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